Digitale Kommunikation im Bau

Neue digitale Tools wie die App Beekeeper helfen Bauunternehmen, effizient mit ihren Mitarbeitenden zu kommunizieren.

Informationen sind wichtig – gerade während der Corona-Pandemie. Das wissen auch die Bauunternehmer. Schnell mussten die Mitarbeitenden instruiert werden, damit sie sich während der Arbeit richtig verhielten. Dazu gab es mehrere Möglichkeiten: Eine persönliche Instruktion vor Ort, Aushänge oder die Zuhilfnahme digitaler Hilfsmittel. Das Unternehmen Birchmeier Bau AG hat auf jeder Baustelle ein Tablet hingestellt, auf dem die Mitarbeitenden relevante Informationen zu Corona auf dem firmeneigenen Intranet einsehen können.

Bei der Strabag AG wird ergänzend zu den klassischen Kommunikationsmitteln auch eine interne App genutzt, die seit Anfang Februar pilotweise im Einsatz ist. Rahel Klauser, Kommunikationsverantwortliche Schweiz der Strabag AG, erläutert: «Die App liefert uns einen zusätzlichen internen Kommunikationskanal und die Möglichkeit, nicht nur mit unseren technischen und kaufmännischen, sondern auch mit unseren gewerblichen Mitarbeitenden auf der Baustelle zu kommunizieren: Das Personal auf der Stufe Vorarbeiter/in  und darunter arbeitet nicht mit Firmengeräten wie Tablets oder Laptops und hat somit keinen Zugriff auf Kanäle wie das Intranet – ein Handy aber hat jede und jeder dabei. Mittels einer App kann schnell, niederschwellig und unkompliziert kommuniziert werden. Das ist jetzt in der Coronakrise besonders hilfreich.» Die Benutzung der App sei freiwillig, die ersten Erfahrungen sehr positiv. Im Konzern werde aktuell der Wechsel auf ein anderes Produkt evaluiert. Was muss die künftige App können? «Neben den News sind uns folgende Funktionen wichtig: Eine einfache Handhabung, eine Chat- und Kommentarfunktion, eine Anbindungs- und Integrationsmöglichkeit für bestehende Applikationen, die Personalisierung von Inhalten und der Versand von Push-Nachrichten. Von Vorteil ist zudem die Möglichkeit, Erweiterungen wie Ferienanträge, Krankmeldungen oder Umfragen ebenfalls über die App abzuwickeln», meint Klauser.

 

Specogna Bau AG: Vorteile dank Beekeeper

Das Bauunternehmen Specogna Bau AG setzt seit einiger Zeit auf die App Beekeeper, eine Kommunikationsplattform für mobile Teams. «Gerade jetzt, da wegen Corona die Informationsvermittlung so wichtig geworden ist, sind wir enorm froh, dass wir Beekeeper haben», sagt die HR-Verantwortliche Indira Arifi. Gleich zu Beginn verschickte sie die Mitteilung, sie sei für Fragen rund um Corona verfügbar. «Dieses Angebot wurde sehr rege genutzt, gerade von Personen, die selber zu einer Risikogruppe zählen oder die Angehörige sind von Personen mit einem erhöhten Corona-Risiko», sagt Arifi. Besonders die Möglichkeit, via einen Chat Fragen formulieren zu können, sei sehr beliebt gewesen, gerade auch weil die Fragen in der Muttersprache formuliert werden können. Die App übersetzt automatisch in die Sprache, auf die das Smartphone eingestellt ist. «So haben wir die Gewissheit, dass unsere Informationen tatsächlich auch verstanden werden», betont Arifi. «Die digitale Art zu kommunizieren ist sehr persönlich, sie bringt die ganze Belegschaft einander näher.» So konnte ein Dankesschreiben des CEOs in Bezug auf die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen veröffentlicht werden. Sämtliche Mitarbeitende sind gleichzeitig über den Erhalt von Neuaufträgen informiert. Mitarbeitende haben auch selbst die Möglichkeit, Fotos hochzuladen – die App ist von ihrer Struktur her eine Art Firmen-Facebook. Arifi lädt auch Merk- und Infoblätter hoch um die Leute immer wieder an die Verhaltensregeln zu erinnern. Die HR-Fachfrau betont: «Auch vor Corona haben wir Beekeeper sehr geschätzt, weil zum Beispiel Arztzeugnisse abfotografiert und einfach hochgeladen werden können – endlich müssen wir diese nicht immer wieder einfordern. Und die Gratulationen zum Firmenjubiläum kommen bei unseren Mitarbeitenden jeweils ebenfalls immer sehr gut an.»

Indiria Arifi, HR- Verantwortliche von Specogna

Autor: Susanna Vanek

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